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Das Handy ist ein Gerät mit vielen Gesichtern. Die ersten kommerziell vertriebenen Geräte waren GSM Motorola Handys des Typs DynaTAC 8000x im Jahr 1983. Seitdem hat sich vieles verändert und eine lange Reihe von Innovationen führte schließlich zu Multifunktionshandys, wie sie heute alltäglich sind. Multifunktionshandys besitzen neben den klassischen Funktionen, wie Telefonieren oder Textnachrichten Schreiben, eine Vielzahl an weiteren Funktionen. Ein Multifunktionshandy kann zum Beispiel MMS (Bildnachrichten) verschicken und als Organizer dienen. Mit vielen Modellen kann man auch komfortabel im Internet surfen. Die mittlerweile beliebteste Errungenschaft ist die Fusion aus Handy und Digitalkamera: Fotohandys oder Kamerahandys.
Mittlerweile ist das Fotohandy Standard. Es wird kaum mehr ein neues Mobilfunkgerät ohne Kamera hergestellt. Wenn man die unterschiedlichen Handys vergleicht, stellt man fest, dass lediglich spezielle Businessgeräte einige sehr günstige Handys von Samsung und Nokia keine Kamera haben. Das hat den Grund, dass einige Firmen Kameras auf ihrem Firmengelände verbieten, aus Angst vor Industriespionage. Das Objektiv ist bei Kamera Handys meist an der Hinterseite oben angebracht und zum Teil, wie es bei den CyberShot Foto Handys der Fall ist, durch einen Linsenschutz verdeckt. Ohne diesen Schutz kommt es oft zu Schäden durch Kratzer. Schutz vor Kratzern bietet auch die Bauweise, bei der das Objektiv tiefer im Gehäuse sitzt oder durch Glas geschützt ist.
Das Aufnehmen der Fotos wird durch die so genannten CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor) Sensoren ermöglicht. Das sind winzige, aber leistungsstarke integrierte Schaltkreise, welche die Fotos schnell auf die integrierte Festplatte des Fotohandys übertragen. Die Qualität des CMOS Sensors bestimmt auch die Bildauflösung, also wie viele Pixel die Kamera darstellen kann. Zurzeit sind die meisten Fotohandys, wie zum Beispiel das Sony Ericsson W850i oder das Nokiahandy 8800 Arte, mit zwei bis drei Megapixel-Sensoren ausgestattet. Samsung entwickelte mit dem SCH-V770 ein Handy, welches Fotos mit 7 Megapixeln realisieren kann. Bei diesen Handys mit Digicam ist die Bezeichnung Fotohandy stark untertrieben. Ein Problem bei der Darstellung der Fotos ist das kleine Display der meisten Foto Handys. Per Datenkabel oder auch kabellos per Bluetooth oder Infrarot können die Bilder aber auf den Computer übertragen werden. Integrierte Effekte auf dem Handy erhöhen den Spassfaktor. Zudem kann man mit den meisten Fotohandys kurze Videofilme aufnehmen.
Das erste kommerzielle Handy mit Kamera war übrigens das von Sharp entwickelte J-SH04, das im Jahr 2000, immerhin 17 Jahre nach den ersten Motorola Handys, in Japan veröffentlicht wurde. Die Entwickler bei Sharp griffen für dieses Modell auf die bereits 1993 entwickelte Picturephone-Technologie zurück. Die Nachfrage nach Fotohandys stieg in den darauf folgenden Jahren rapide. Das erste Foto Handy auf dem deutschen Markt stammt aus dem Hause Nokia. Das Nokia 7650 bot zwar nur eine geringe Auflösung, jedoch waren vor allem Jugendliche sofort von der Idee des Foto Handy fasziniert.