Was früher nur im Bereich der Festnetztelefonie möglich war ist seit November 2002 auch im Bereich des mobilen Telefonierens möglich: Die Mitnahme der Rufnummer zu einem anderen Anbieter bzw. in ein anderes Mobilfunknetz. Das hat den Vorteil, dass man beim Wechsel des Providers nicht mehr zwangsweise auch eine neue Nummer bekommt, sondern die bisher gewohnte Rufnummer behalten kann.
Dieses Vorgehen wird “Portierung” genannt und erfordert einige Schritte, damit sie auch erfolgreich durchgeführt werden kann. Eine Portierung der Rufnummer kann immer zum Ende eines Vertrages durchgeführt werden, egal ob der Vertrag ausläuft oder vom Kunden selbst gekündigt wurde. Maximal 4 Monate vor Vertragsende oder 4 Wochen danach kann die Portierung beim alten Anbieter in Auftrag gegeben werden. Für die Portierung der Nummer verlangt der Anbieter dabei in der Regel eine Gebühr, wohingegen der neue Anbieter die Nummer kostenlos ins eigene Netz übernimmt. Wer eine Portierung beauftragen will, wendet sich damit direkt an den Mobilfunkanbieter, bei dem das Handy neu gekauft werden soll. Der übernimmt die notwendigen Schritte und informiert auch über die anfallenden Kosten. Probleme sollten dabei eigentlich nicht auftreten.
Wichtig ist, dass der neue Vertrag beim anderen Anbieter frühestens zum Ende des alten Vertrages aufgenommen werden kann. Eine parallele Nutzung der Rufnummern in zwei Netzen ist versändlicherweise ausgeschlossen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Vertragsdaten des Vertragsinhabers beim alten und beim neuen Mobilfunkanbieter komplett identisch sein müssen, andernfalls wird eine Rufnummerportierung ebenfalls nicht möglich sein.
Man muss übrigens nicht zwingend einen Vertragstarif besitzen um seine Nummer mitnehmen zu können. Auch Prepaidnutzern ist eine Portierung der Nummer möglich. Hier ist das Vorgehen ähnlich, mit dem Unterschied, dass in der Regel keine Vertragslaufzeiten berücksichtigt werden müssen. Die Kosten für die Portierung können variieren und sind im Zweifelsfall durch einen Anruf beim Provider zu erfahren. Sollte die eigene Rufnummer nach dem anvisierten Portierungstermin nicht erreichbar sein, muss man nicht gleich in Panik verfallen. Meist wurde hier nur eine entsprechende Freischaltung im dazugehörigen Netz vergessen. Ein Anruf beim alten Provider kann auch hier weiterhelfen und das Problem schnell lösen.
Aufpassen sollte man allerdings künftig, in welches Netz man telefoniert. Denn mittlerweile ist dies nicht mehr anhand der Rufnummer erkennbar. Als eine Rufnummerportierung noch nicht möglich war, konnte man sicher sein, dass sich eine angewählte Mobilnummer mit der Vorwahl 0172 immer im Vodafone-Netz befand – dies ist nun nicht mehr der Fall, z. B. wenn jemand seine 0172-Nummer zu T-Mobile mitgenommen hat. Doch gerade im eigenen Netz wird von vielen Anbietern ein wesentlich günstigerer Tarif offeriert als bei Telefonaten in fremde Netze, so dass sich hier eine versteckte Kostenfalle aufzutun scheint. Wer sich also nicht sicher ist, in welchem Netz der anzurufende Gesprächspartner telefoniert, sollte vorher bei seinem Anbieter einen kostenlosen Check des Netzes durchführen lassen.
Folgende Nummern sind dabei zu wählen (immer angegeben für das selbst verwendete Netz):
- D1 – 4387
- D2 – 12313
- E-Plus – 10667
- O2 – 4636 (hier funktioniert der Dienst allerdings nur per SMS: NETZ VorwahlRufnummer)